2013:

Ortswehr Ipwege-Wahnbek feiert

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Wasser, Marsch: Die Jugendfeuerwehr Loy bot beim Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Ipwege-Wahnbek Lösch- und Wasserspiele und zeigte gleich wie es geht (Bild: Eilert Freese)

 

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Ipwege-Wahnbek ist bewegt und bewegend zugleich. Im Gründungsjahr 1933 stand als Löschgerät lediglich eine Handdruckpumpe ohne Saugleitung zur Verfügung. Mit echten Pferdestärken wurde das Gerät transportiert. Am letzten Sonnabend gab es nun ein ganz anderes Bild. Hochmodernes Gerät ...

und gut ausgebildetes Personal stellten sich im 80. Jubiläumsjahr beim Tag der offenen Tür auf dem Gelände am Hohe Brink den Augen der Bevölkerung. Rettern dankbar: Die technische Vergangenheit hatte natürlich trotzdem ihren Platz. Da gab es neben vielen Informationen und Fotografien auch die „gute alte“ Tragkraftspritze von 1937 mit ihrem zwei Zylinder Motor. Die immer noch funktionstüchtige Maschine schafft immerhin 800 Liter Wasser in einer Minute. Dazu gab es den Tragkraftspritzenanhänger von 1938, der damals Schläuche, Fangleinen, Axt und viele Spezialgeräte zu transportieren hatte.

Die Feuerwehr Ipwege-Wahnbek zeigte beim Tag der offenen Tür aber auch, dass sie mehr kann als löschen. Das beweist Ilona Urner. Sie hatte vor zwei Jahren einen schweren Unfall und war schwer verletzt in ihrem Auto eingeklemmt. Mit einem Schweißgerät mussten die Kameraden sie aus dem Fahrzeug befreien. „Ich begegne heute zum ersten Mal wieder meinen Lebensrettern von damals und bin ihnen sehr dankbar“, sagte die junge Mutter, die von ihren beiden Töchtern Chiara (8) und Maren (7) begleitet wurde. Mit inneren Verletzungen und Knochenbrüchen lag sie damals zwei Wochen im Koma. „Ich wäre heute nicht hier, wenn die Feuerwehr Ipwege-Wahnbek nicht gewesen wäre“, ergänzte sie.

Die Kinder hatten ihren ganz besonderen Spaß auf der Hüpfburg, beim Malen unterm Zelt und natürlich beim Ausprobieren der Spritzgeräte. Immer wieder musste man sich fragen, ob nun die jungen Väter oder die Kinder mehr Spaß an der Technik und dem Innenleben eines Feuerwehrautos hatten. Die beiden dreijährigen Linus Terhorst und Tom Weers saßen mit Begeisterung und „behelmt“ am Steuer des Tanklöschfahrzeugs (TLF) 16/24 und versuchten die 9,5 Tonnen in Bewegung zu setzen. Musikalisch unterhaltsam sorgte die Hydrantenkapelle der Kreisfeuerwehr Ammerland für die richtige Stimmung am Nachmittag. Am „Dirigentenpult“ stand der zweite Dirigent Ernst Addens aus Südbäke.

In dieser fröhlichen Atmosphäre schmeckten den Besuchern die selbst gebackenen Torten vom reichhaltigen Kuchenbuffet noch besser.

Platz für Menschen: Die 36 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ipwege-Wahnbek, darunter zwei Frauen, hatten einiges auf die Beine gestellt, um zu zeigen, zu welcher Leistung sie im Ernstfall fähig sind , aber auch, dass die Feuerwehr ein Platz für Menschen ist, die auf vielfältige Art helfen wollen.

Quelle: NWZ-Online vom 16.09.2013