Rauchmelder

Bernhard (Berni) Brackelmann aus Brakeroberdeich war eigentlich ein netter Kerl. Die Leute mochten ihn, hatte er doch immer Zeit für einen kleinen Schnack übern Gartenzaun, wenn er auf seinem alten Rad „vorbeidampfte“. Wenn er nur nicht ständig geraucht hätte!
Nun war er viel zu früh gestorben und darüber waren alle Leute recht traurig. Aber nicht eine gefürchtete Krankheit hatte sein Schicksal besiegelt, vielmehr war es seine Angewohnheit, die letzte Kippe im Bett zu rauchen. Sie war ihm aus der Hand auf den Teppich gefallen, es entstand ein Schwelbrand, der nach und nach auch den Sessel erfasste. An der Zimmerdecke sammelte sich giftiger Brandrauch und der Sauerstoff im Raum wurde verbraucht. Berni erstickte an diesem Gemisch - und merkte es nicht einmal. Ein einfacher Rauchmelder kostet heute soviel wie eine Schachtel von Bernis Kippen! (Melder bei einem bekannten Discounter gekauft und vom Autor getestet). Sie bekommen dafür nicht das Weltmeistermodell, aber den Berni hätte es gerettet. Selbst einfache Modelle können die allgemeinen technischen Forderungen erfüllen. Achten sie beim Kauf auf die Prüfzeichen „CE“ und das VDS- oder TÜV-Siegel. Auch die Euro-Norm 14604 ist ein Qualitätsnachweis. Am Besten probieren sie den Melder sofort zu Hause aus, zum Beispiel mit einem Rauchstäbchen.


Rauch ist die größte Gefahr bei Bränden

Prüfsiegel eines Rauchmelders

Aber wie viele Melder braucht man und wo kommen die hin? Als Grundschutz sollte jeweils ein Melder zentral im Flur sowie in den Schlafräumen vorhanden sein. Optimal ist die Ausstattung aller Räume, abgesehen von der Küche. Nützliche Hinweise enthält auch die Bedienungsanleitung eines Rauchmelders. Viele Gründe sprechen dafür, das Haus mit Rauchmeldern auszustatten. Denken sie nur an die vielen Elektrogeräte ohne echten Ausschalter. Wie viele Fernseher und HiFi-Anlagen, Laptops oder Kühlgeräte summen Tag und Nacht leise vor sich hin? Wie sieht es in den Kinderzimmern aus? Und in Vatis oder Muttis Bastelraum? Musste „früher“ für einen Rauchmelder schon mal ein „Fünfziger“ über den Ladentisch, so ist der Preis heute kein Argument mehr. Die Folgekosten beschränken sich auf eine Batterie pro Jahr und Melder. Dies ist aber eine lohnende Investition in die Sicherheit Ihrer Familie!