ab 1941:

1941 wird auch endlich eine tragbare Motorspritze mit einer Leistung von 400 Litern pro Minute angeschafft. Das größte Problem der Feuerwehr in dieser Zeit ist allerdings, dass immer mehr junge Kameraden von der Wehrmacht eingezogen werden. Ohne so genannte „Ersatzmänner“ ist die Zahl der Feuerwehrmänner auf 13 Personen gesunken. Vom 1. Januar 1941 an werden 50- bis 65-jährige Männer und diejenigen, die aus anderen Gründen nicht eingezogen werden konnten, als "Ersatzmänner" verpflichtet. Die Begeisterung hält sich verständlicherweise in Grenzen, so dass bis zum 1. August 1943 insgesamt 27 "Ersatzmänner" nach und nach verpflichtet werden, um die Wehrstärke von 25 Mann zu halten. In den Jahren 1943 und 1944 sind es auch die älteren Kameraden, die zur Brandbekämpfung nach Bombenangriffen auf Bremen und Wilhelmshaven ausrücken müssen. 1946 haben Ipwege und Wahnbek 623 Einwohner. Viele Vertriebene finden bei uns eine neue Bleibe. Baracken entstehen, die in den folgenden Jahren massiv umgebaut werden. "Reste" davon sind heute noch an der Jadestraße und der Tannenkrugsiedlung zu erkennen. Nach und nach kommen die Männer aus Krieg und/oder Gefangenschaften zurück. Einige Familien aber hoffen vergebens. Ihre Männer und Söhne sind gefallen oder bleiben vermisst. Auch zwei unserer Kameraden - Friedrich zur Mühlen und Hinrich Martens - kehren nicht zurück. Ihrer und allen anderen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedenkt die Feuerwehr alljährlich am Volkstrauertag im Ehrenhain an der Schulstraße.
In der Nachkriegszeit wird das tägliche Leben neu geordnet und alle müssen sich an die neuen Strukturen gewöhnen. Die Alliierten begrüßen zwar die Wiederausrüstung der Feuerwehren, aber es erfordert auch große Anstrengungen in personeller und materieller Hinsicht. Unsere Feuerwehr baut zum Beispiel in Eigenleistung einen Transportanhänger für die Tragkraftspritze (TS), gezogen wird er von einem privaten PKW. 1948 wird Georg Bunjes Ortsbrandmeister. In den folgenden Jahren vollzieht sich ein großer personeller Wechsel.